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Regelmäßige Blogbeiträge unterstützen dich in vielerlei Hinsicht. Deine Website bekommt im Optimalfall mehr Sichtbarkeit zu passenden Suchanfragen. Und deine Leser:innen können sich von deiner Expertise überzeugen und bekommen Antworten auf ihre Fragen und Lösungen für ihre Probleme. Ist dir die Affinität zum Schreiben nicht schon in die Wiege gelegt worden, so kann das teilweise recht mühsam werden mit dem Verfassen von regelmäßigen Website Inhalten und Blogbeiträgen. Dennoch ist ein aktueller und hilfreicher Content sehr wichtig für deine Besucher:innen und damit konsequenterweise auch für die Suchmaschinenoptimierung deiner Website. Doch es muss gar nicht immer ein brandneuer Blogbeitrag sein. Die Aktualisierung und Verbesserung bereits bestehender Beiträge ist für die Leser:innen und auch aus SEO-Sicht absolut sinnvoll und empfehlenswert. Welche SEO Effekte das Content Recycling haben kann und wie du bei der Content Analyse vorgehst, darum geht es in dieser Episode.

Content Audit und Content Recycling für SEO nutzen

Content Audit und Content Recycling sind SEO-Strategien, die darauf abzielen, bestehende Inhalte zu optimieren und auf diese Weise einen Mehrwert für die Nutzer:innen zu schaffen. Diese beiden Strategien basieren auf der Idee, dass es sich lohnt, über existierende Inhalte noch einmal nachzudenken und sie gegebenenfalls anzupassen. Dadurch kannst du deinen Leser:innen neue Informationen bereitstellen oder alte Informationen auf eine interessante Weise präsentieren.

Content Audit ist eine Methode zur Überprüfung bestehender Inhalte. Dabei werden alle relevanten Inhalte eines Unternehmens oder einer Marke gesammelt und analysiert. Anschließend wird entschieden, welche Inhalte weiterhin veröffentlicht werden sollten und welche gestrichen werden sollten. Durch die Auswahl von bestimmten Inhalten kann deine Marke gestärkt und dein Angebot auf der Website verbessert werden.

Content Recycling ist eine Methode zur Optimierung bestehender Inhalte. Dabei werden bereits veröffentlichte Inhalte auf neue Weise präsentiert oder erneut veröffentlicht. Dadurch können neue Zielgruppen erreicht oder bestehende Zielgruppen besser angesprochen werden. Es ist möglich, bestehende Inhalte zu recyceln, um neue Botschaften zu senden oder bestimmte Botschaften noch einmal zu verteilen.

Wie mache ich einen Content Audit?

Wie du dein Website Ranking verbessern kannst durch einen regelmäßigen Content Audit, davon hatte uns Raffael Schulz uns in Episode 16 erzählt. Hier kannst du die Episode „Besseres Google Ranking durch Content Audit“ noch einmal nachhören.

Inhaltsprüfungen können eine gute Möglichkeit sein, die Gesamtqualität deiner Website zu verbessern und sicherzustellen, dass die Website Inhalte aktuell, relevant und ansprechend sind. Im Folgenden findest du einige Tipps zur Durchführung eines Content Audits:

1. Beginne mit einer Bestandsaufnahme aller vorhandenen Inhalte auf der Website. Dazu gehören Blogbeiträge, Artikel, Seiten, Bilder, Videos usw. Crawling Tools, wie zum Beispiel der Screaming Frog SEO Spider können dir die Arbeit und Übersicht erleichtern. Du kannst deine Daten vom Screaming Frog sehr einfach in eine Excel Tabelle exportieren und mit dieser weiterarbeiten. Automatisch bekommst du dabei auch die Daten zu URL, Meta Daten, Titel und H-Überschriften mitgeliefert.

2. Wie schaut es mit der Performance der Website Inhalte aus?
Diese Informationen bekommst du aus Analyse Tools wie Google Analytics und Matomo. Hier prüfst du, wie erfolgreich deine Inhalte sind, indem du die Zugriffsquellen, Seitenaufrufe, Conversionrate, Interaktionsrate deiner Besucher:innen und Anzahl (sowie Quellen) der Backlinks anschaust. Auch kannst du hier ablesen, ob bestimmte Content Formate sich größerer Beliebtheit erfreuen als andere.

Betrachte hierbei einen größeren Zeitraum, also mindestens die letzten 6 Monate. Auch mögliche Saisonzeiten solltest du im Hinterkopf haben, um möglichst ähnliche Zeiten vergleichen zu können. Nur dann kannst du auch logische und sinnvolle Erkenntnisse ableiten. Das Thema „Bau eines Wintergartens“ ist in den Wintermonaten meist weniger gefragt, als im Frühling.
Gibt es zum Beispiel Inhalte mit vielen Zugriffen, aber einer geringen Interaktionsrate und schnellen Absprüngen, solltest du schauen, ob du die Inhalte attraktiver und nutzerfreundlicher gestalten kannst. Denn das Thema scheint durchaus gefragt und relevant zu sein. Nur finden Besucher:innen offensichtlich nicht, was sie erwarten oder es fällt ihnen schwer den Content zu konsumieren (z.B. mobil schlecht lesbar).

Schau dir die beliebtesten Inhalte genau an. Was macht sie so erfolgreich? Versuche, diesen Erfolg mit anderen Inhalten zu wiederholen. Vielleicht gibt es hier eine bestimmte Struktur, bessere lesbare Textgestaltung oder inhaltliche Unterstützung durch mehr Grafiken, Bilder oder Videos. Diese positiven Beispiele können dir als Inspiration für die Optimierung der Inhalte mit schlechterer Performance dienen.

3. Thematische Strukturierung und Weiterentwicklung
Insbesondere bei Blogbeiträgen, welche ja nach und nach erstellt werden und irgendwann auch ein Thema eventuell mehrfach abdecken, sollten immer wieder ein inhaltlicher Überblick geschaffen werden. Frage dich bei jedem Inhalt, ob er noch relevant und nützlich ist. Wenn nicht, solltest du ihn löschen, zusammenführen oder aktualisieren.

  • Gibt es Blogbeiträge, die inhaltlich so ähnlich sind, dass sie sich eventuell gegenseitig „stören“, kannibalisieren?
  • Oder gibt es Beiträge, die sich sehr gut ergänzen, aber bisher gar nicht miteinander intern verlinkt werden?
  • Sind alle Inhalte auf dem aktuellen Stand und sind sie noch relevant für die Leser?

Überprüfe hier genau und hinterfrage kritisch welcher Inhalt bleibt, ergänzt, aktualisiert, zusammengeführt oder auch gelöscht wird.
Alles was auf deiner Website zu finden ist, sollte einen aktuellen Stand und eine zu erwartende Relevanz in deinem „Corporate Image“ wiedergeben. Und genau diese Elemente entwickeln sich immer weiter und bleiben nie stehen. Daher ist diese inhaltliche Überprüfung immer wieder wichtig.

4. Achte darauf, dass deine Inhalte gut geschrieben und fehlerfrei sind. Tipp- und Grammatikfehler können deine Website unprofessionell aussehen lassen.

5. Überlege schließlich, wie du deine Inhalte besser bekannt machen kannst, damit mehr Menschen sie sehen. Dies könnte Social Media Marketing, Suchmaschinenoptimierung oder bezahlte Werbung sein.

 Was ist Content Recycling und wie kann ich es einsetzen?

Was es mit dem Content Recycling auf sich hat, lässt sich nun sicher schon erahnen. Doch geht es beim Content Recycling mehr als um die Aktualisierung, Anpassung und Neu-Veröffentlichung deiner Website Inhalte. Vielmehr kannst du hier schauen, ob sich bestehender Content in neuen Formaten weiterverwenden lässt.

Unter Content-Recycling versteht man die Wiederverwendung oder Wiederverwertung von Inhalten, die du bereits veröffentlicht hast. Dies kann auf verschiedene Weise geschehen, z. B. durch das Umschreiben eines alten Blogbeitrags oder das Erstellen einer neuen Infografik aus bereits veröffentlichten Daten. Zum Beispiel kannst du überarbeitete Blogbeiträge als Basis für eine Podcast-Episode, ein Webinar oder Videobeitrag nehmen. Vielleicht hast du schon so viele wertvolle Beiträge zu einem Themenkomplex geschrieben, dass sich diese zu einem E-Book zusammenführen lassen. Oder du kombinierst die Inhalte neu in einer Newsletter Serie. Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Die Wiederverwendung von Inhalten bietet eine Reihe von Vorteilen. Erstens kannst du Zeit und Geld sparen, da du nicht mehr von Grund auf neue Inhalte erstellen musst. Zweitens kannst du so die Sichtbarkeit verbessern, da du mehr Möglichkeiten hast, Schlüsselwörter und andere suchfreundliche Elemente zu verwenden. Und schließlich kannst du damit Vertrauen und Glaubwürdigkeit bei deinem Publikum aufbauen, indem du zeigen, dass du eine gute Informationsquelle bist.

Wenn du deine Website mit Hilfe von Content Recycling verbessern möchtest, solltest du einige Dinge beachten. Stelle sicher, dass die Inhalte, die du wiederverwendest, immer noch relevant und korrekt sind. Aktualisieren alle veralteten Informationen oder Statistiken. Füge neue Perspektiven oder Erkenntnisse hinzu, um die Inhalte frisch zu halten. Und du solltest die wiederverwendeten Inhalte genauso bewerben wie jeden anderen neuen Inhalt.

Die Wiederverwendung von Inhalten hat viele Vorteile, wie z. B. Kostenreduzierung, Zeitersparnis und Verbesserung der Qualität deiner Texte.

Meine Tipps zum Content Audit (Content Analyse) und Content Recycling

Zuletzt noch einige praktische Hinweise für die Optimierung Deiner Inhalte:

  • Analysiere deine Inhalte regelmäßig und achte dabei immer auch den aktuellen SEO-Status. Zu welchen Keywords werden diese Inhalte auf welchen Positionen gelistet? Gibt es hier noch wertvolle Impulse und lassen sich weitere passende Keywords erkennen?
  • Führe vor der Optimierung jedes einzelnen Inhalts unbedingt einen Keyword Check durch, dokumentiere anschließend genau, welches Keyword Set du auf welcher Webseite oder beim Blogbeitrag verwendet hast.
  • Halte die Website bzw. deinen Blog im Gesamten im Auge. Welche Themen ergänzen sich gut und welche Aspekte fehlen möglicherweise noch – plane die fehlenden Themen für neue Blogbeiträge ein.
  • Scheue dich nicht davor, veraltete oder nicht mehr zum „Corporate Image“ passende Inhalte zu entfernen. Überholte Inhalte stellen schließlich ein schlechtes Nutzererlebnis dar.
  • Falls es bei einem Blogbeitrag um etwas Aktuelles geht, prüfe vorab ob eventuell eine Zusammenführung von verschiedenen Textpassagen Sinn machen könnte.
  • Generell sollten 301 Weiterleitung der alten (gelöschten) URL in Erwägung gezogen werden, sobald neue URLs live gehen.
  • Überprüfe deinen Content auf Lesbarkeit und optimiere die Textstruktur.
  • Plane genug Zeit für die Analyse ein, sonst kostet es dich mehr Zeit und Mühe, dich später wieder in das Thema einzufuchsen.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Durchführen eines Content Audits eine großartige Möglichkeit ist, um Zeit und Geld zu sparen. Indem du Inhalte wiederverwendest, kannst du dich mehr auf die Erstellung anderer Arten von Inhalten konzentrieren oder mehr Zeit für die Planung weiterer Marketingkampagnen aufwenden.

 

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