Content Audit und Content Recycling: Neue SEO Impulse mit alten Inhalten.

Content Audit und Content Recycling: Neue SEO Impulse mit alten Inhalten.


Regelmäßige Blogbeiträge unterstützen dich in vielerlei Hinsicht. Deine Website bekommt im Optimalfall mehr Sichtbarkeit zu passenden Suchanfragen. Und deine Leser:innen können sich von deiner Expertise überzeugen und bekommen Antworten auf ihre Fragen und Lösungen für ihre Probleme. Ist dir die Affinität zum Schreiben nicht schon in die Wiege gelegt worden, so kann das teilweise recht mühsam werden mit dem Verfassen von regelmäßigen Website Inhalten und Blogbeiträgen. Dennoch ist ein aktueller und hilfreicher Content sehr wichtig für deine Besucher:innen und damit konsequenterweise auch für die Suchmaschinenoptimierung deiner Website. Doch es muss gar nicht immer ein brandneuer Blogbeitrag sein. Die Aktualisierung und Verbesserung bereits bestehender Beiträge ist für die Leser:innen und auch aus SEO-Sicht absolut sinnvoll und empfehlenswert. Welche SEO Effekte das Content Recycling haben kann und wie du bei der Content Analyse vorgehst, darum geht es in dieser Episode.

Content Audit und Content Recycling für SEO nutzen

Content Audit und Content Recycling sind SEO-Strategien, die darauf abzielen, bestehende Inhalte zu optimieren und auf diese Weise einen Mehrwert für die Nutzer:innen zu schaffen. Diese beiden Strategien basieren auf der Idee, dass es sich lohnt, über existierende Inhalte noch einmal nachzudenken und sie gegebenenfalls anzupassen. Dadurch kannst du deinen Leser:innen neue Informationen bereitstellen oder alte Informationen auf eine interessante Weise präsentieren.

Content Audit ist eine Methode zur Überprüfung bestehender Inhalte. Dabei werden alle relevanten Inhalte eines Unternehmens oder einer Marke gesammelt und analysiert. Anschließend wird entschieden, welche Inhalte weiterhin veröffentlicht werden sollten und welche gestrichen werden sollten. Durch die Auswahl von bestimmten Inhalten kann deine Marke gestärkt und dein Angebot auf der Website verbessert werden.

Content Recycling ist eine Methode zur Optimierung bestehender Inhalte. Dabei werden bereits veröffentlichte Inhalte auf neue Weise präsentiert oder erneut veröffentlicht. Dadurch können neue Zielgruppen erreicht oder bestehende Zielgruppen besser angesprochen werden. Es ist möglich, bestehende Inhalte zu recyceln, um neue Botschaften zu senden oder bestimmte Botschaften noch einmal zu verteilen.

Wie mache ich einen Content Audit?

Wie du dein Website Ranking verbessern kannst durch einen regelmäßigen Content Audit, davon hatte uns Raffael Schulz uns in Episode 16 erzählt. Hier kannst du die Episode „Besseres Google Ranking durch Content Audit“ noch einmal nachhören.

Inhaltsprüfungen können eine gute Möglichkeit sein, die Gesamtqualität deiner Website zu verbessern und sicherzustellen, dass die Website Inhalte aktuell, relevant und ansprechend sind. Im Folgenden findest du einige Tipps zur Durchführung eines Content Audits:

1. Beginne mit einer Bestandsaufnahme aller vorhandenen Inhalte auf der Website. Dazu gehören Blogbeiträge, Artikel, Seiten, Bilder, Videos usw. Crawling Tools, wie zum Beispiel der Screaming Frog SEO Spider können dir die Arbeit und Übersicht erleichtern. Du kannst deine Daten vom Screaming Frog sehr einfach in eine Excel Tabelle exportieren und mit dieser weiterarbeiten. Automatisch bekommst du dabei auch die Daten zu URL, Meta Daten, Titel und H-Überschriften mitgeliefert.

2. Wie schaut es mit der Performance der Website Inhalte aus?
Diese Informationen bekommst du aus Analyse Tools wie Google Analytics und Matomo. Hier prüfst du, wie erfolgreich deine Inhalte sind, indem du die Zugriffsquellen, Seitenaufrufe, Conversionrate, Interaktionsrate deiner Besucher:innen und Anzahl (sowie Quellen) der Backlinks anschaust. Auch kannst du hier ablesen, ob bestimmte Content Formate sich größerer Beliebtheit erfreuen als andere.

Betrachte hierbei einen größeren Zeitraum, also mindestens die letzten 6 Monate. Auch mögliche Saisonzeiten solltest du im Hinterkopf haben, um möglichst ähnliche Zeiten vergleichen zu können. Nur dann kannst du auch logische und sinnvolle Erkenntnisse ableiten. Das Thema „Bau eines Wintergartens“ ist in den Wintermonaten meist weniger gefragt, als im Frühling.
Gibt es zum Beispiel Inhalte mit vielen Zugriffen, aber einer geringen Interaktionsrate und schnellen Absprüngen, solltest du schauen, ob du die Inhalte attraktiver und nutzerfreundlicher gestalten kannst. Denn das Thema scheint durchaus gefragt und relevant zu sein. Nur finden Besucher:innen offensichtlich nicht, was sie erwarten oder es fällt ihnen schwer den Content zu konsumieren (z.B. mobil schlecht lesbar).

Schau dir die beliebtesten Inhalte genau an. Was macht sie so erfolgreich? Versuche, diesen Erfolg mit anderen Inhalten zu wiederholen. Vielleicht gibt es hier eine bestimmte Struktur, bessere lesbare Textgestaltung oder inhaltliche Unterstützung durch mehr Grafiken, Bilder oder Videos. Diese positiven Beispiele können dir als Inspiration für die Optimierung der Inhalte mit schlechterer Performance dienen.

3. Thematische Strukturierung und Weiterentwicklung
Insbesondere bei Blogbeiträgen, welche ja nach und nach erstellt werden und irgendwann auch ein Thema eventuell mehrfach abdecken, sollten immer wieder ein inhaltlicher Überblick geschaffen werden. Frage dich bei jedem Inhalt, ob er noch relevant und nützlich ist. Wenn nicht, solltest du ihn löschen, zusammenführen oder aktualisieren.

  • Gibt es Blogbeiträge, die inhaltlich so ähnlich sind, dass sie sich eventuell gegenseitig „stören“, kannibalisieren?
  • Oder gibt es Beiträge, die sich sehr gut ergänzen, aber bisher gar nicht miteinander intern verlinkt werden?
  • Sind alle Inhalte auf dem aktuellen Stand und sind sie noch relevant für die Leser?

Überprüfe hier genau und hinterfrage kritisch welcher Inhalt bleibt, ergänzt, aktualisiert, zusammengeführt oder auch gelöscht wird.
Alles was auf deiner Website zu finden ist, sollte einen aktuellen Stand und eine zu erwartende Relevanz in deinem „Corporate Image“ wiedergeben. Und genau diese Elemente entwickeln sich immer weiter und bleiben nie stehen. Daher ist diese inhaltliche Überprüfung immer wieder wichtig.

4. Achte darauf, dass deine Inhalte gut geschrieben und fehlerfrei sind. Tipp- und Grammatikfehler können deine Website unprofessionell aussehen lassen.

5. Überlege schließlich, wie du deine Inhalte besser bekannt machen kannst, damit mehr Menschen sie sehen. Dies könnte Social Media Marketing, Suchmaschinenoptimierung oder bezahlte Werbung sein.

 Was ist Content Recycling und wie kann ich es einsetzen?

Was es mit dem Content Recycling auf sich hat, lässt sich nun sicher schon erahnen. Doch geht es beim Content Recycling mehr als um die Aktualisierung, Anpassung und Neu-Veröffentlichung deiner Website Inhalte. Vielmehr kannst du hier schauen, ob sich bestehender Content in neuen Formaten weiterverwenden lässt.

Unter Content-Recycling versteht man die Wiederverwendung oder Wiederverwertung von Inhalten, die du bereits veröffentlicht hast. Dies kann auf verschiedene Weise geschehen, z. B. durch das Umschreiben eines alten Blogbeitrags oder das Erstellen einer neuen Infografik aus bereits veröffentlichten Daten. Zum Beispiel kannst du überarbeitete Blogbeiträge als Basis für eine Podcast-Episode, ein Webinar oder Videobeitrag nehmen. Vielleicht hast du schon so viele wertvolle Beiträge zu einem Themenkomplex geschrieben, dass sich diese zu einem E-Book zusammenführen lassen. Oder du kombinierst die Inhalte neu in einer Newsletter Serie. Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Die Wiederverwendung von Inhalten bietet eine Reihe von Vorteilen. Erstens kannst du Zeit und Geld sparen, da du nicht mehr von Grund auf neue Inhalte erstellen musst. Zweitens kannst du so die Sichtbarkeit verbessern, da du mehr Möglichkeiten hast, Schlüsselwörter und andere suchfreundliche Elemente zu verwenden. Und schließlich kannst du damit Vertrauen und Glaubwürdigkeit bei deinem Publikum aufbauen, indem du zeigen, dass du eine gute Informationsquelle bist.

Wenn du deine Website mit Hilfe von Content Recycling verbessern möchtest, solltest du einige Dinge beachten. Stelle sicher, dass die Inhalte, die du wiederverwendest, immer noch relevant und korrekt sind. Aktualisieren alle veralteten Informationen oder Statistiken. Füge neue Perspektiven oder Erkenntnisse hinzu, um die Inhalte frisch zu halten. Und du solltest die wiederverwendeten Inhalte genauso bewerben wie jeden anderen neuen Inhalt.

Die Wiederverwendung von Inhalten hat viele Vorteile, wie z. B. Kostenreduzierung, Zeitersparnis und Verbesserung der Qualität deiner Texte.

Meine Tipps zum Content Audit (Content Analyse) und Content Recycling

Zuletzt noch einige praktische Hinweise für die Optimierung Deiner Inhalte:

  • Analysiere deine Inhalte regelmäßig und achte dabei immer auch den aktuellen SEO-Status. Zu welchen Keywords werden diese Inhalte auf welchen Positionen gelistet? Gibt es hier noch wertvolle Impulse und lassen sich weitere passende Keywords erkennen?
  • Führe vor der Optimierung jedes einzelnen Inhalts unbedingt einen Keyword Check durch, dokumentiere anschließend genau, welches Keyword Set du auf welcher Webseite oder beim Blogbeitrag verwendet hast.
  • Halte die Website bzw. deinen Blog im Gesamten im Auge. Welche Themen ergänzen sich gut und welche Aspekte fehlen möglicherweise noch – plane die fehlenden Themen für neue Blogbeiträge ein.
  • Scheue dich nicht davor, veraltete oder nicht mehr zum „Corporate Image“ passende Inhalte zu entfernen. Überholte Inhalte stellen schließlich ein schlechtes Nutzererlebnis dar.
  • Falls es bei einem Blogbeitrag um etwas Aktuelles geht, prüfe vorab ob eventuell eine Zusammenführung von verschiedenen Textpassagen Sinn machen könnte.
  • Generell sollten 301 Weiterleitung der alten (gelöschten) URL in Erwägung gezogen werden, sobald neue URLs live gehen.
  • Überprüfe deinen Content auf Lesbarkeit und optimiere die Textstruktur.
  • Plane genug Zeit für die Analyse ein, sonst kostet es dich mehr Zeit und Mühe, dich später wieder in das Thema einzufuchsen.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Durchführen eines Content Audits eine großartige Möglichkeit ist, um Zeit und Geld zu sparen. Indem du Inhalte wiederverwendest, kannst du dich mehr auf die Erstellung anderer Arten von Inhalten konzentrieren oder mehr Zeit für die Planung weiterer Marketingkampagnen aufwenden.

 

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Google Helpful Update: Hintergründe und Tipps zum neuen Google-Update.

Google Helpful Update: Hintergründe und Tipps zum neuen Google-Update.

Es ist wieder soweit, Google hat ein neues Update veröffentlicht, um die Suche zu verbessern. Vorerst nur, wie gewohnt, für die englischsprachigen Seiten. Andere Sprachen werden aber sicherlich bald folgen. Das neue „Google Helpful“ Update soll dafür sorgen, dass Suchergebnisse besser auf die jeweilige Suchanfrage zugeschnitten sind. Dadurch erhofft sich Google eine höhere Zufriedenheit der Nutzer mit den Suchergebnissen.

Auch wenn es schwer ist, die Auswirkungen genau vorherzusagen, kann diese Episode dir helfen, die Hintergründe für das Google-Update zu verstehen. Darin erfährst du, warum Google diese Änderungen macht und welche Hinweise die Suchmaschine zum Update gibt. Außerdem gebe ich ein paar persönliche Tipps zu dem, was du jetzt tun kannst und worauf du deinen Fokus in Zukunft lenken solltest, um von solchen Updates nicht negativ betroffen zu sein.

 

 

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Google Analytics 4 ersetzt Universal Analytics

Google Analytics 4 ersetzt Universal Analytics


Magst du lieber lesen statt hören, dann findest du hier eine Zusammenfassung der Podcast-Episode.

Google kündigt grundlegende Neuerungen in Bezug auf sein Analyse-Tool an. Was bis dato als Universal Analytics (UA) bekannt war, soll ab Mitte 2023 durch Google Analytics 4 (GA 4) ersetzt werden. GA4 ist ein vollständig neues System, welches nicht mit Universal Analytics kompatibel ist. Warum das so ist und was ihr für die reibungslose und datenverlustfreie Umstellung auf GA4 beachten solltet, erfahrt ihr hier.

Die Google-Ankündigung

Google hat die Nutzer*innen von Google Analytics im April 2022 per E-Mail über Google Analytics 4 informiert:

„Google Analytics 4, unser Analysetool der nächsten Generation, wird Universal Analytics ersetzen. Ab dem 1. Juli 2023 werden in Universal Analytics-Properties keine neuen Treffer mehr verarbeitet. Sollten Sie Universal Analytics aktuell noch nutzen, empfehlen wir, die Umstellung auf Google Analytics 4 vollständig abzuschließen.

 

Erstellen Sie am besten gleich eine neue Google Analytics 4-Property und schließen Sie die Einrichtung ab. Wenn Sie bisher noch keine Daten in Ihrer Google Analytics 4-Property erhoben haben, sollten Sie jetzt damit beginnen. Sobald in Universal Analytics keine Treffer mehr verarbeitet werden, stehen Ihnen dann nämlich bereits Verlaufsdaten zur Verfügung und Sie können Ihre Ergebnisse fortlaufend messen. Wenn Sie in Google Analytics 4 bereits Daten erheben, sollten Sie darauf achten, dass die Einrichtung abgeschlossen ist.

 

Bis zum 1. Juli 2023 können Sie in Ihren Universal Analytics-Properties weiterhin Daten erheben und verwenden. Danach haben Sie noch mindestens sechs Monate lang darauf Zugriff. Wir wissen, wie wichtig Ihre Daten für Sie sind. Deshalb empfehlen wir dringend, in diesem Zeitraum die bisherigen Berichte zu exportieren.

 

In den kommenden Monaten werden wir Ihnen ein konkretes Datum nennen, wann Universal Analytics eingestellt wird. Ab dann werden Ihre Universal Analytics-Berichte nicht mehr auf der Analytics-Oberfläche angezeigt und Sie haben auch keinen Zugriff mehr auf Ihre Universal Analytics-Daten über die API.“

(Quelle: E-Mail von Google am 18.04.2022)

Google Analytics 4 – was ist eigentlich neu?

Im Folgenden sollen einige der Neuerungen bei Google Analytics 4 (GA4) genannt werden.

  • Bei GA4 erfolgt die Anonymisierung der IP standardmäßig.
  • Von Universal Analytics ist euch sicher die Kennzahl der „Sitzungen“ bekannt. Bei GA4 werden sogenannte Events getrackt. Das heisst, es wird gemessen wie die Nutzer:innen auf der Website agieren. Zum Beispiel könnt ihr nun sehr differenziert messen, welche Links geklickt werden, wie weit die Nutzer:innen auf der Seite scrollen oder wieviel Prozent eines Videos angeschaut wurden. Das ist nicht komplett neu, denn solche Interaktionen konnte man bisher auch mithilfe des Google Tag Managers in die Analyse integrieren. Doch via GA4 ist dies nun deutlich einfacher möglich.
  • Auch Machine Learning wird lt. Google eingesetzt. Dadurch können fehlende Daten durch „künstliche Intelligenz“ von Google hochgerechnet werden.
  • Cookieless Tracking: Das wird in Zeiten von Cookie Einstellungen Gold wert sein.

Zudem gibt es eine Vielzahl von Berichten, genauere Zielgruppendefinitionen werden möglich und vieles mehr.

Tipps zur Einrichtung von GA4 auf Deiner Website

1. Parallele Nutzung von Universal Analytics und GA4

Wie eben beschrieben hat Google für die neue Version deutliche Änderungen bei den Messweisen bzw. Messdaten vorgenommen. Das ist auch der Grund dafür, dass die Analysedaten aus Universal Analytics für GA4 nicht übernommen werden. Um im kommenden Jahr auf Vergleichsdaten aus dem Vorjahr zurückgreifen zu können, empfiehlt es sich also, Google Analytics 4 bereits jetzt einzurichten und parallel zu Universal Analytics zu nutzen.

2. Vorab: Überdenken des gesamten Tracking-Konzepts

Es ist sicherlich lohnenswert, sich im Vorfeld, also vor dem Erheben neuer Daten zu überlegen, wozu genau du GA4 nutzen möchtest bzw. welche Ereignisse dir bei der Auswertung wichtig sind.

Folgende Fragen sind für ein durchdachtes Tracking-Konzept relevant:

  • Welche Daten sollen erhoben und ausgewertet werden?
  • Welche Kennzahlen benötigst du dafür?
  • Welche Events sind überhaupt von Interesse. Sind diese bereits in den standardisierten GA4-Events enthalten oder musst du diese ggf. neu einrichten?

 

3. Informationsquellen zur Umstellung auf GA 4

Ich verzichte hier auf eine detaillierte Anleitung zur Einrichtung von GA4, da solche Anleitungen bereits zahlreich an anderen Stellen zu finden sind. Solltest Du Fragen zur Einrichtung haben, kannst du mich aber jederzeit gerne kontaktieren.

Diejenigen meiner Nutzer:innen, die das Borlab Cookie Plugin nutzen, können sich über folgenden Link darüber informieren, wie das Upgrade durchzuführen ist. Online sind bei Bedarf aber auch noch weitere Anleitungen verfügbar.
https://de.borlabs.io/kb/upgrade-auf-google-analytics-4/ 

Für Nutzer:innen von usercentrics gibt es hier nützliche Informationen zur Umstellung auf GA4:
https://usercentrics.com/de/knowledge-hub/google-consent-mode/

4. Implementierung über den Tag-Manager

Die Implementierung von GA4 sollte möglichst erst dann erfolgen, wenn alle Anforderungen festgelegt sind sowie ein Tracking-Konzept entwickelt wurde. Auch für die Implementierung von GA4 ist der Google-Tag-Manager besonders geeignet, denn alle notwenigen Einstellungen lassen sich hier vornehmen (z.B. zentral benötigte Events, ggf. Filterfunktionen). Es ist unbedingt zu empfehlen, die Events zu testen, bevor die Änderungen übernommen und auf GA4 übertragen werden. Außerdem sollte das Consent-Management an das neue Tool angepasst werden.

5. Und last but not least: Anpassung der Datenschutzerklärung

Da bei Nutzung von Google Analytics grundsätzlich ein entsprechender Hinweis in der Datenschutzerklärung der jeweiligen Website erfolgen muss, muss diese unbedingt angepasst werden, sobald GA4 implementiert wurde.

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Social Performance Marketing und Shop-Optimierung als Wachstumstreiber für Onlineshops

Social Performance Marketing und Shop-Optimierung als Wachstumstreiber für Onlineshops

Interview mit Bruno Möse und Friedrich Schneider von MAIMPACT

Bruno Möse und Friedrich Schneider von MAIMPACT sind Experten für die Online Shop Optimierung. Dabei fokussieren sie sich auf zwei Kernaspekt, das Social Media Performance Marketing und die psychologische Optimierung des Online Shops.

Im Interview möchte ich mehr zu dieser Kombination Shop Optimierung und Social Media Marketing erfahren und wir sprechen auch darüber:

  • Warum eine Social Media Kampagne meist nicht ohne vorherige Shop-Optimierung funktioniert?
  • Psychologische Shop-Optimierung: Welche Erkenntnisse gibt es und welche Mechanismen wendet IMPACT hierbei an?
  • Wo liegen die Unterschiede zwischen Google Ads und Social Media Ads?
  • Wie läuft eine Beratung ab? Bruno erzählt uns von einem Kunden mit einem Online Shop für handgefertigte Lederartikel, unter anderem Messer Taschen. Und erklärt, wie er und Friedrich vorgegangen sind, um diesem Kunden zu helfen, die Reichweite und Umsatz des Online Shops deutlich zu steigern.

Auch das Thema Mitarbeitergewinnung kommt zur Sprache. Bruno erklärt die Gemeinsamkeiten von Mitarbeitergewinnung und E-Commerce und warum es so wichtig ist, als potentieller Arbeitgeber das ganze Jahr präsent zu sein (Employer Branding), nicht nur dann wenn Mitarbeiter gesucht werden.

Zum Abschluss geben und Bruno und Friedrich noch ein paar Quick-Tipps, worauf Online Shop Betreiber*innen bei Social Media Marketing und der Shop Gestaltung achten sollten.

Du kannst das Interview anhören oder dir gern auch das Video dazu auf Youtube anschauen.

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Empfohlene Links zur Episode:

Noch mehr Infos zur Arbeit von Bruno und Friedrich findet ihr hier: www.maimpact.de

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Unterbrecherwerbung: Nützlich oder einfach nur nervig?

Unterbrecherwerbung: Nützlich oder einfach nur nervig?

Der sinnvolle Einsatz von Interstitials aus SEO-Perspektive.

Wer kennt das nicht: Werbeunterbrechungen beim Besuch einer Website oder – völlig unerwartet – während des Abspielens von bewegten Bildern auf Media-Plattformen wie YouTube. Solche Pop-ups oder Videoclips werden verwendet, um etwa für ein Newsletter-Abo oder für ein neues Angebot zu werben. Diese Werbemaßnahmen, auch Interstitials oder Unterbrecherwerbung genannt, sind damit für die Anbieter zwar gewinnversprechend, für viele Verbraucher sind sie aber eher störend, vor allem wenn der Einsatz dieser Elemente unüberlegt erfolgt. Ungünstig eingesetzte Unterbrecherwerbung kann außerdem zu einem Rankingverlust bei Google führen, sich also auch für die Anbieter kontraproduktiv auswirken.

In diesem Beitrag soll gezeigt werden, welche Vorgehensweisen bei der Verwendung von Internetwerbung sich aus SEO-Sicht negativ auswirken. Und es geht um die Frage, wie Interstitials so eingesetzt werden können, dass sie wirksam sind und dabei trotzdem die Sicht der Nutzer*innen nicht außer Acht lassen.

Was genau sind Interstitials und wozu werden sie eingesetzt?

Bei Interstitials handelt es sich meist um Werbung, die beim Besuch von Websites oder bei der Anwendung von mobilen Geräten quasi „ungefragt“ eingeblendet wird. Der Begriff Interstitial kann mit „Zwischenräume bildend“ übersetzt werden. Interstitials erzeugen also einen Zwischenraum zwischen den Nutzer*innen und den eigentlichen Inhalten der besuchten Website. Dieser Raum wird für Werbebotschaften genutzt, manchmal aber auch für Hinweise zum Datenschutz oder andere Informationen. Die gängigste Form bildet dabei das Pop-up, ein Fenster, das sich selbstständig öffnet.

Es gibt aber noch andere Erscheinungsformen: Banner oder Videos, gefüllt mit Texten, Bildern, Animationen – mit und ohne Ton. Die Platzierung reicht dabei vom Streifen am Bildrand bis hin zu bildschirmfüllenden Ansichten, die sich durchaus auch über den eigentlichen Inhalt der Website legen und diesen verdecken können. Man unterschiedet zwei Typen von Interstitials, die informationsbezogenen (z.B. Cookie-Hinweise oder AGB) und die werbebezogenen Interstitials (Produktwerbung, Newsletteranmeldung etc.). In der Regel ist dabei für die Anbieter steuerbar, wann (zu welchem Zeitpunkt), wo (Position auf der Seite) und wie oft (auf welchen Unterseiten) die Werbung angezeigt wird.

Unabhängig davon, welche Form Interstitials haben mögen: Entscheidend ist, dass durch ihren Einsatz der eigentliche User Flow unterbrochen und die Aufmerksamkeit der Nutzer*innen unweigerlich auf das zwischengeschaltete Element gelenkt wird. Damit wirken sich Interstitials direkt auf die Nutzererfahrung (User Experience) aus. Und an dieser Stelle wird es interessant, denn aus einer Analyse der User Experience lassen sich wichtige Hinweise für einen gelungeneren Einsatz von Internetwerbung ableiten.

So lieber nicht! Die ungünstige Verwendung von Interstitials

Interstitials haben das Ziel, Aufmerksamkeit zu gewinnen. Im besten Fall sollen die User*innen auf wichtige Informationen wie etwa die AGB oder gesetzlich vorgeschriebene Cookie-Richtlinien hingewiesen werden. In anderen Fällen aber wird Aufmerksamkeit für ein Angebot auch schlichtweg erzwungen, was zu Unmut bei den Nutzer*innen führen kann. Die Werbung verdeckt dann oft den Inhalt, den die Besucher*innen der Website eigentlich sehen möchten und muss aktiv weggeklickt werden bzw. verschwindet erst nach einer gewissen Zeitspanne, was den Handlungsspielraum noch weiter einschränkt. Manchmal bleibt den Besucher*innen auch lediglich die Wahl, sich die Werbung anzusehen oder die Website sofort zu verlassen bzw. die genutzte App zu schließen (vgl. https://www.omt.de/lexikon/interstitial/).

Interstitials sind also per se schon ein heikles Thema. Wenn sie dann noch auf unbedachte Weise eingesetzt werden, kann sich das auf verschiedenen Ebenen ungünstig auswirken.

Manche Interstitials sind ganz einfach zu früh geschaltet, etwa wenn den Kund*innen bereits zu Beginn eines Websitebesuchs per Pop-up detaillierte Angebote gemacht werden, deren Sinn sie zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht erkennen können. Das Vorhaben beispielsweise, bei den Besucher*innen eine Anmeldung zum Newsletter zu erwirken, bevor sie überhaupt dazu kommen, sich auf der Seite umzusehen, ist nur selten von Erfolg gekrönt. Im Gegenteil: Es besteht nicht nur die Gefahr, dass keine Anmeldung zum Newsletter erfolgt, sondern die Seite könnte auch nach kürzester Zeit wieder verlassen werden.

Weitere Schwierigkeiten bilden die schwere Lesbarkeit von Alternativen, wie z.B. der Option Cookies abzulehnen sowie kaum auffindbare und zu kleine Schließsymbole für Pop-ups. Schnell ist daneben geklickt, und die Besucher*innen landen auf der Seite des beworbenen Produkts, die mit der ursprünglichen Website gar nichts mehr zu tun hat. Das ist von Anbieterseite her zwar durchaus so gewollt. Der Unmut, der durch ein solches Vorgehen seitens der User entsteht, wird hierbei allerdings oft unterschätzt. Auch Google äußert sich zu Interstitials, die die User-Experience verschlechtern, und kritisiert deren Einsatz deutlich.

Die Bewertung von Interstitials bei Google

Google setzt immer wieder den Fokus auf die Nutzerfreundlichkeit (Usability) von Websites. Bei Google sieht man die Verwendung vor allem der werbebezogenen Interstitials kritisch, weil diese sich besonders störend auf die User Experience auswirken. Wie bereits in anderen Beiträgen und Episoden erwähnt, haben die Signale darüber, wie Nutzer*innen sich auf den besuchten Websites bewegen, Konsequenzen für die Bewertung der jeweiligen Website und damit ggf. auch auf das Ranking innerhalb der Suchergebnisse. Aus SEO-Perspektive schlichtweg ungünstig!

Bei Google ist hierzu zu lesen:

„Auch wenn ein Großteil der Seiten im Web mittlerweile Texte und Inhalte bietet, die ohne Zoomen lesbar sind, sind wir dennoch auf zahlreiche Seiten gestoßen, auf denen die Nutzung durch Interstitials beeinträchtigt wird. Obwohl die gesuchten Inhalte auf der Seite vorhanden sind und Google zur Indexierung vorliegen, werden diese Inhalte möglicherweise durch Interstitials verdeckt. (…) Zur Verbesserung der mobilen Suche erzielen Seiten, auf denen die Inhalte für Nutzer nach Auswahl der mobilen Suchergebnisse nicht einfach zugänglich sind, ab dem 10. Januar 2017 möglicherweise ein niedrigeres Ranking.“(Quelle: https://developers.google.com/search/blog/2016/08/helping-users-easily-access-content-on?hl=de)

Der Einsatz von Interstitials für mobile Anwendungen kann durch Google also sogar abgestraft werden, da solche „Störer“ gerade auf den kleinen Displays von Mobilgeräten problematisch seien. Google konzentriert sich dabei besonders auf Techniken, die den Zugriff auf gesuchte Inhalte erschweren. Dazu gehören Pop-ups, die so groß sind, dass sie den Hauptinhalt komplett versperren. Dazu gehört aber auch die Verwendung eines Layouts, bei dem der vor dem Scrollen sichtbare Teil der Seite, also der Teil „above the fold“, einem eigenständigen Interstitial ähnelt. Der Originalinhalt ist zunächst für den User gar nicht erkennbar und wird erst durch Scrollen sichtbar. Von der negativen Bewertung durch Google ausgenommen sind Interstitials, die aufgrund einer rechtlichen Verpflichtung bestehen (z.B. Cookie-Hinweise), Anmeldedialogfelder mit öffentlich nicht indexierbaren Inhalten sowie Banner, die in ihrer Größe angemessen und leicht schließbar sind. (vgl.: https://developers.google.com/search/blog/2016/08/helping-users-easily-access-content-on?hl=de)

 

Interstitials richtig einsetzen: Worauf kommt es an?

Im Folgenden findet Ihr einige Empfehlungen für einen bedachteren Einsatz von Interstitials. Zunächst ist es sicherlich sinnvoll zu fragen, was überhaupt beworben werden soll. Ist eine Pop-up Werbung dafür wirklich notwendig und falls ja, wann wäre ein günstiger Zeitpunkt, um die Werbung für eine entsprechende Zielgruppe einzublenden? Wenn zu diesen Fragen im Vorfeld konkrete Überlegungen angestellt werden, lassen sich die oben beschriebenen „Fehler“ vermeiden.

Ein gutes Beispiel für den sinnvollen Einsatz von Pop-up-Werbung sind die Anbieter OMT und Hubspot. Auf beiden Websites wird das Pop-up mit der Werbung erst eingeblendet, wenn die Nutzer*innen durch den Beitrag gescrollt haben und die Maus anschließend nach oben bewegen, um die Seite zu verlassen bzw. das Fenster zu schliessen. Hier werden die User vor dem Verlassen der Website lediglich kurz aufgehalten anstatt schon zu Beginn mit z.T. unverständlicher Werbung konfrontiert zu werden. Hinzu kommt, dass Informationen wie solche, die bei OMT und Hubspot angeboten werden, für den Kunden tatsächlich einen Mehrwert bieten.

Unterbrecherwerbung: Nützlich oder einfach nur nervig? 1
Quelle: https://blog.hubspot.de/
Um eine bessere Nutzererfahrung zu ermöglichen, gilt es außerdem, die Entscheidungen der Nutzer*innen zu respektieren. Wurde die Unterbrecherwerbung einmal geschlossen oder das Setzen bestimmter Cookies abgelehnt, sollte dieselbe Werbung oder dasselbe Pop-up nicht auf der nächsten Unterseite erneut auftauchen. Auch „Kleinigkeiten“, die den Usern eine Wahl lassen, wie z.B. die Möglichkeit, ein Werbevideo nach einer gewissen Zeit zu überspringen sowie auffindbare und ausreichend große Icons oder eine optisch „faire“ Darstellung der Auswahlmöglichkeiten (z.B. beim Thema Datenschutz) wären wünschenswert.

Nachdem das Interstitial unter Berücksichtigung der oben genannten Gesichtspunkte eingesetzt wurde, ist es sinnvoll zu testen, wie es von den Besucher*innen angenommen wird. Hierfür eignen sich A/B Tests. Eine unaufwendigere, allerdings auch weniger differenziert auswertbare Testmethode besteht darin, das Interstitial für einen begrenzten Zeitraum auf der Website einzusetzen, die Nutzersignale (z.B. Aufenthaltsdauer, Absprung, Scrolltiefe etc.) zu beobachten und dann mit der Variante ohne Werbung zu vergleichen.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Interstitials nicht allein schon deshalb funktionieren, weil sie „irgendwie da sind“. Vielmehr kann der unüberlegte Einsatz von Interstitials die User Experience negativ beeinflussen, was wiederum unerwünschte Folgen für das Ranking der jeweiligen Website bei Suchmaschinen wie Google nach sich zieht. Beides gilt es zu vermeiden.

Daher sollten Interstitials nicht leichtfertig eingesetzt, sondern ihre Verwendung vorab gut geplant werden. Neben den eigenen Interessen der Werbenden geht es auch darum, Verhalten und Anliegen der Besucher*innen im Blick zu haben. Dazu gehören z.B. Elemente, die sparsam und an richtiger Stelle eingesetzt den Userflow möglichst wenig stören oder themenrelevante Angebote, die die User nicht nerven, sondern von denen sie im besten Fall auch profitieren. Entscheidend dabei ist, den Nutzer*innen immer eine Wahl zu lassen, sie klar über ihre Optionen aufzuklären und ihre Entscheidungen dann auch zu respektieren. Eine solche Vorgehensweise kann sich außerdem positiv auf das Ranking der eigenen Website bei den Suchmaschinen auswirken.

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