Diese 4 Fragen solltest du dir stellen – bevor du deine Facebook Unternehmensseite erstellst.

Diese 4 Fragen solltest du dir stellen – bevor du deine Facebook Unternehmensseite erstellst.

Welches Social Media Netzwerk fällt den meisten Unternehmern und dir als erstes ein? Facebook, richtig? 🙂
Facebook bietet viel Potential die Reichweite des eigenen Unternehmens zu steigern. Also einfach eine Facebook Unternehmensseite anlegen und schon ist Facebook ein Selbstläufer!? Nein, leider nicht.

Bevor du mit deiner Facebook Unternehmensseite startest, empfehle ich dir diese vier Punkte vorzubereiten.

#1 Facebook Strategie – was ist dein Ziel?

Erstelle dir einen Plan für deine Facebook Aktivitäten und setze dich vorab mit dem Thema auseinander. Je besser du vorbereitet bist (organisatorisch und mental), umso eher bedeutet Facebook für dich Spaß statt Stress.

  • Was möchtest du mit Facebook erreichen? Formuliere dein Ziel ganz konkret!
  • Wen möchtest du mir Facebook erreichen?
  • Wer kümmert sich um den Facebook-Kanal?
  • Wie viel Zeit planst du dafür ein?
  • Welche Inhalte (Texte, Fotos, Videos) stehen dir für deine Facebookseite zur Verfügung? Beachte das Copyright, insbesondere im Zusammenhang mit Social Media.
  • Welche Tools benötigst du vielleicht, wie funktionieren die? (z.B. Canva für Fotobeiträge) Hier findest du das Video-Tutorial zum Canva-Tool.

#2 Wer ist dein Wunschkunde und wie möchtest du mit ihm kommunizieren?

Erstelle dein Wunschkundenprofil. Im Anschluss erfrage, recherchiere bzw. überlege was deinen Wunschkunden interessiert.

  • Was sind die häufigsten Fragen?
  • Welche Missverständnisse, in Bezug auf dein Angebot, kommen immer wieder einmal auf?
  • Mit welchen Problemen/Herausforderungen muss sich dein Wunschkunde ständig oder häufig auseinander setzen? Welche Lösungen hast du dafür?
  • Welche Tonalität möchtest du in der Facebook Kommunikation wählen? Möchtest du deine Fans in der “Du”- oder “Sie”-Form ansprechen?

#3 Was möchtest du sagen und zeigen?

Insbesondere für Einzelunternehmer stellt sich die Frage “Facebook: ja oder nein?” häufig im Kontext zu der Frage: “Wie viel persönliche Dinge gebe ich auf Facebook von mir preis?” Stelle dir diese Fragen, bevor du eine Unternehmensseite auf Facebook erstellst:

  • Was möchte ich preis geben und wo ist für mich (zumindest vorerst) die Grenze?
  • Wie stehe ich allgemein zu Facebook?
  • Habe ich Freude an der Kommunikation mit meinem Privatprofil oder fühle ich mich da überhaupt nicht wohl?
  • Was möchte ich von mir vermitteln?

Ich halte es für sehr entscheidend und wichtig, dass du gern auf Facebook agierst, privat wie auch geschäftlich. Du musst kein “Power-User” sein und sollst auch unbedingt Facebook durchaus kritisch hinterfragen, um die Nutzung und dies auch für deine Fans in Bezug auf Datenschutz und Privatsphäreneinstellung immer wieder einmal anzupassen. Du wirst jedoch kaum Erfolg mit deiner Facebook Unternehmensseite haben, wenn du Facebook privat völlig ablehnst. Hast du dich für das Privatprofil und die Unternehmensseite entschieden, so nehme die individuellen Sicherheits- und Privatsphäreneinstellungen vor.  

#4 Gute Inhalte…!?

Poste gute Inhalte, das was deine Fans interessiert und sie unterhält. Ja, ich weiß, das ist logisch und klingt immer einfacher als es in der Praxis dann ausschaut. Geh entspannt an das Projekt “Facebook” ran und sei dir gewiss, dass das Testen und Auswerten deiner verschiedenen Beiträge genau der richtige Weg zu einer guten Kundenbindung sind. Die Hauptsache ist, dass du aktiv bleibst.

Diese Punkte werden dir beim Start sicher helfen können:

  • Behalte immer im Kopf, dass die Mehrheit privat auf Facebook unterwegs ist. Möchtest du privat ständig Werbung bekommen? Wahrscheinlich nicht. Daher: achte darauf, dass du Nützliches, Interessantes und Unterhaltsames teilst und erstellst. Dies sollte sich in ca. 80% deiner Beiträge wiederfinden. Die restlichen 20% nutze für deine Eigenwerbung und Eigendarstellung.
  • Sei abwechslungsreich im Einsatz von Text, Fotos und Videobeiträge. Werte deine Statistiken aus und schau was deinen Fans am besten gefällt.
  • Behalte dein Ziel im Blick und handle danach. Willst du mehr Besucher für deinen Blog, dann verlinke deine Blogbeiträge auch.
  • Folge anderen Facebook-Seiten, unterstütze sie mit deinen Kommentaren und Reaktionen. Lass dich inspirieren, ohne zu kopieren.

Hier findest du eine Vorlage für deinen Redaktionsplan im Excel Format zum Download.

Wie ergeht es dir mit Facebook? Bist du bereits sehr aktiv und erfolgreich? Welche Tipps kannst du anderen geben?
Haderst du noch, ob du eine Unternehmensseite auf Facebook erstellen sollst? Was lässt dich zögern?

Ich freue mich auf deinen Kommentar und Impulse!

 

Social Media Guidelines erstellen

Social Media Guidelines erstellen

Social Media ist aus dem täglichen Leben, egal ob privat oder geschäftlich, nicht mehr wegzudenken. Kein Wunder, dass die Social Media Präsenz auch für Firmen ein wichtiges Thema geworden sind. Besonders authentisch wirkt ein Unternehmen meist wenn es Unterstützung der eigenen Mittarbeiter im Social Web erhält. Doch wie kann man seine Mitarbeiter bei der Kommunikation in den eigenen Unternehmenskanälen begleiten und unterstützen, ohne zu regulieren? Wie verhindert man das Ausplaudern von Betriebsinternas oder negative Kommentare zu Kollegen, Vorgesetzten oder dem Unternehmen an sich? Erfahren Sie wie Sie Social Media Guidelines entwickeln und  wie Sie Ihre Mitarbeiter gut schulen, ohne sie einzuschränken.

Warum Social Media Guidelines?

Guidelines geben den Mitarbeitern Sicherheit und fungieren als hausinternes Nachschlagewerk, insbesondere im Zusammenhang mit den rechtlichen Rahmenbedingungen. Auch zur Kommunikationskultur im Unternehmen geben Social Media Guidelines klare Richtlinien vor.

  • Mitarbeiter werden im Umgang mit Social Media sensibilisiert und können zu unterstützenden Unternehmens-Botschaftern werden.
  • Mitarbeiter achten intensiver auf alles was zum Unternehmen passiert und bilden somit ein sehr hilfreiches Frühwarnsystem.
  • Mit klaren Handlungsempfehlungen sind die Mitarbeiter in der Lage verantwortungsbewusst, z. B. bei negativen Kommentare, zu reagieren.
  • Guidelines geben dem Mitarbeiter und Führungskräfte eine klare Struktur zu „does & don’ts“  im Social Web.

Was gehört in die Social Media Guidelines?

Einleitung: Hier sollten kurz ein paar Worte zur Social Media Strategie des Unternehmens zusammengefasst werden.

In welchen Kanälen ist das Unternehmen präsent? Welche Zielgruppen werden angesprochen und welche Ziele werden verfolgt?

Social Media Kanäle: Gehen Sie kurz auf die einzelnen eingesetzten Kanäle ein und beschreiben sie die Funktionsweise, Follower Anzahl und Besonderheiten. Ziel sollte es hier sein, dass alle Mitarbeiter auf einen Basis- Wissensstand kommen. Zeigen Sie wie wichtig das Mitarbeitern-Engagement für das Unternehmen ist!

Probleme/Fallstricke: Was kann im Umgang mit Social Media passieren. Vielleicht können Sie auch negative Beispiele (Shitstorms) anderer Unternehmen kurz beschreiben. Welche rechtliche Vorgaben müssen eingehalten werden (insbesondere das Wettbewerbs- und Urheberrecht!).

Social Media Manager: Legen Sie fest, welche Mitarbeiter in den sozialen Netzwerken für das Unternehmen sprechen dürfen. Benennen Sie eine Social Media Verantwortlichen und seinen Stellvertreter bzw. seine Urlaubsvertretung. Führen Sie alle Möglichkeiten auf, um mit dem Social Media Manager in Kontakt treten zu können. Bitten Sie Ihre Mitarbeiter, dem Social Media Manager im Falle von Auffälligkeiten, verärgerten Kommentaren oder technischen Problemen zu informieren (Frühwarnsystem).

Wichtig: Machen Sie gleich von Anfang an ganz klar und deutlich dass es sich um Handlungsempfehlungen handelt, welche Ihre Mitarbeiter bei der täglichen Arbeit unterstützen sollen und nicht einschränken oder gar kontrollieren soll. So schaffen Sie einen entspannten und doch verantwortungsbewussten Umgang Ihrer Mitarbeiter im sozialen Netzwerk.

Führungskräfte sollten selbstverständlich als gutes Vorbild vorangehen.

Welche Richtlinien sollten für alle Mitarbeiter in den Social Media Guidelines festgehalten werden?

 

  • Geben Sie sich immer deutlich als Mitarbeiter des Unternehmens zu erkennen.
  • Machen Sie klar dass sie ihre persönliche Meinung äußern und nicht im Namen des Unternehmens sprechen.
  • Bleiben Sie höflich und ruhig. Halten Sie sich an die Netiquette und antworten sie niemals emotional.
  • Kommunizieren Sie Kritik bitte nur innerhalb des Unternehmens (z.B. an Ihren Vorgesetzten) und niemals im Social Web Auch nicht in geschlossenen Gruppen. Geben Sie dem Unternehmen die Möglichkeit Ihre Kritikpunkte zu hören und zu reagieren.
  • Kommunizieren Sie niemals Fimen-Internas in den sozialen Netzwerken, auch nicht in geschlossenen Gruppen.
  • Verbreiten Sie keine Gerüchte über das Unternehmen, Kollegen oder Vorgesetzte.
  • Nutzen Sie die sozialen Netzwerke bitte primär privat.
  • Wir freuen uns über Kommentare, Likes und Shares auf den Seiten unseres Unternehmens!
  • Geben Sie Kritik und verärgerte Kommentare zum Unternehmen, die Sie in den Netzwerken finden, bitte an das Social Media Team weiter. Die Kollegen werden diese Kommentare prüfen und bearbeiten. Bitte antworten Sie nicht selbst auf verärgerte Kunden-Kommentare.

Führen Sie die Social Media Guidelines am besten innerhalb einer Veranstaltung zum Thema „Unser Unternehmen im Social Web“ mit allen Mitarbeitern ein. Stellen Sie das Social Media Team vor und geben Sie Zeit, um Fragen zu stellen. So schaffen Sie es, dass alle anwesenden Mitarbeiter sich mit den Guidelines auseinander setzen. Ein einfaches Aushändigen der neuen Richtlinien motiviert manche Mitarbeiter meist nicht, sich wirklich damit zu beschäftigen.

Tipps für die Praxis

Veranstalten Sie regelmäßig Kommunikations- und Social Media Trainings im Unternehmen durch. Engagieren Sie dafür auch einmal externe Berater, die Kompetenz „von außen“ gibt dem Thema meist noch einmal ein anderes Gewicht. Lassen Sie, wenn möglich, Social-Media-affine Mitarbeiter im Social Media Team mitwirken. Es empfiehlt sich, dass die Mitarbeiter des Social Media Teams noch konkretere Guidelines erhalten bzw. eine Ergänzung zu den bestehenden Social Media Guidelines verfasst wird.

Viele Beispiele für Social Media Guidelines finden Sie unter www.social-media-guidelines.com/beispiele/.

Hier finden Sie sehr schöne Praxisbeispiele, wie man Social Media Guideline in einem Erklärvideo kurzweilig präsentieren kann.

 

Great West Life gibt zum Abschluss auch noch hilfreiche Anregungen welche Inhalte (job-bezogen) in den Social Media Kanälen von Mitarbeitern geteilt werden könnten.

Herr Bohne von Tchibo stellt kurzweilig und einprägsam die wichtigsten „does & don’ts“  im Social Web vor.

Denkwert gibt zudem noch gute Tipps wie man mit Trollen im Social Web umgehen soll. Dieses Video wurde mit dem Best of the Best beim Red Dot Communication Design Award 2013 in der Kategorie Corporate Films ausgezeichnet.

Fazit:

Viele Unternehmen haben die Befürchtung, dass Sie Schaden nehmen oder den völligen Kontrollverlust über ihre Social Media Präsenzen erleiden, wenn sie den Mitarbeitern gestattet in den Social Media Kanälen online zu sein.
Der Umgang mit Social Media ist kein unlösbares Problem, denn man kann die eigenen Mitarbeiter für Gefahren sensibilisieren und den verantwortungsbewussten Umgang schulen. Es ist nicht zu empfehlen auf jegliche Social Media Beteiligung zu verzichten oder den Mitarbeitern zu verbieten auf den Unternehmensseiten aktiv zu sein. Mit den Guidelines bekommen Ihre Mitarbeiter einen Handlungsleitfaden und ein Nachschlagewerk an die Hand, welches hilft und informiert.