Lesezeit: 11 Minuten

5 Tipps für deinen Start mit SEO

Liest du lieber statt zu hören? Hier findest du ein Transkript der Podcast-Episode.

Hast du dir schon einmal die Frage gestellt, ob du SEO selbst in die Hand nimmst? Fragst du dich, ob du dir das wirklich antun möchtest, vor allem, wenn du nicht sehr SEO-affin bist? Oder überlegst du dir, in diesem Bereich Unterstützung zu holen? Wie in vielen Dingen des Lebens gibt es auch hier nicht die eine, eindeutige Antwort. Ich möchte dir heute jedoch ein paar Ideen mitgeben.

 

 

Was will die Suchmaschine?

Damit du SEO für dein Business richtig einschätzen kannst, ist es grundlegend wichtig, dass du zuerst einmal verstehst, was eine Suchmaschine eigentlich will. Was führt dazu, dass sie eine Website besser positioniert als eine andere? 

Die Suchmaschine möchte das beste Ergebnis für den Suchenden liefern. Wenn du deine Frage in die Google-Suchmaske eingibst, erwartest du, dass dir die Websites auf der ersten Seite der Suchergebnisliste auch wirklich eine passende Antwort liefern. Du möchtest nicht lange suchen oder die Suche noch verfeinern müssen, sondern  du willst nur die Treffer sehen, die dir weiterhelfen. Das Ziel der Suchmaschine ist es, nur die relevantesten Websites für deine Suchanfrage anzuzeigen.

Dafür bedient sie sich an diversen Rankingfaktoren. Mit Hilfe eines Kriterienkatalogs schätzt die Suchmaschine die Website ein und stuft sie ein. Dies passiert in einem fortlaufenden Prozess. Die Suchmaschine “beobachtet” das Verhalten der Nutzer, indem sie überprüft, was auf der Website passiert: 

  • Halten sich Nutzer lange auf der Webseite auf?
  • Springen sie häufig direkt wieder ab und zurück zum Suchergebnis?
  • Wie sind die Signale der Besucher?

Analysetools helfen bei der Auswertung dieser Kennzahlen. Die Suchmaschine verwendet die Kriterien der Nutzersignale, um die Relevanz einer Website für eine konkrete Suchanfrage zu beurteilen.

 

 

Wie nützlich ist Suchmaschinenoptimierung?

Suchmaschinenoptimierung (englisch: Search Engine Optimization, kurz: SEO) bedeutet, dass du Verbesserungen an deiner Website vornimmst, um besser in der Suchergebnisliste gefunden zu werden. Die allgemeine Definition von Suchmaschinenoptimierung lautet folgendermaßen: Wenn Menschen nach einem Produkt oder einer Dienstleistung suchen, geben sie dies in die Suche ein und erhalten in der Ergebnisliste jene Produkte, die nachweislich im Netz angeklickt werden. Somit werden sie auf den oberen Positionen angezeigt.

Das bedeutet natürlich, dass richtig eingesetzte Suchmaschinenoptimierung nachhaltig verwendet werden soll. SEO ist keine einmalige Aktion. SEO kann dir vor allem mehr Sichtbarkeit bei den richtigen und passenden Kunden schaffen, wenn du es richtig nutzt.

Was kannst du jetzt konkret tun, wenn du darüber nachdenkst, Suchmaschinenoptimierung an deiner Website selbst vorzunehmen? Hier meine 5 Tipps.

 

 
Wie du häufige SEO Fehler vermeidest.

Wie geht Suchmaschinenoptimierung? – 5 Tipps für SEO-Starter

Tipp 1: Verschaffe dir einen Überblick.

Wie gut oder schlecht deine Website funktioniert ist eine sehr subjektive, individuelle Wahrnehmung. Sie entspricht nicht unbedingt dem, was tatsächlich reell für dein Business und deinen Erfolg ist. Damit möchte ich ausdrücken, dass eine schöne Website nicht automatisch die beste Website ist. Vielmehr sollte sie inhaltlich die Fragen des Besuchers konkret beantworten.

Wie bereits erwähnt helfen dir Analysetools, um ein genaues Bild vom IST-Zustand deiner Website zu bekommen. Google stellt kostenlose Tools bereit wie zum Beispiel Google Analytics und Search Console, die deine Website von außen betrachten und dann eine Analyse durchführen.

Die Analyse soll dir dabei helfen, einen grundlegenden Überblick zu bekommen:

  • Auf welchen Positionen rankt deine Website und zu welchen Suchbegriffen?
  • Von welchen Quellen kommen die Kunden? Kommen sie aus den organischen Ergebnissen der Suchmaschinen, über andere Websites oder Social Media Kanäle?
  • Welche Unterseiten oder Blogbeiträge ranken am besten?
  • Wie steht deine Website im Vergleich zu den Mitbewerbern?
  • Welche Blogartikel werden häufig gelesen?

Zum Thema Sichtbarkeit: Es gibt in vielen Analysetools den sogenannten Sichtbarkeitswert. Dieser zeigt an, wie gut du innerhalb der Suchergebnisliste zu finden bist. Der Sichtbarkeitswert ist daher wichtig, um einen Trend zu erkennen.

Mein Tipp: Behalte dir anfangs im Kopf, dass die reine Sichtbarkeit dir weder Umsatz noch neue Kontakte verschafft. Sichtbarkeit bedeutet, du bist sichtbar. Aber die Frage ist: Zu welchen Begriffen, zu welchem Thema und in welchem Kontext bist du das? Ist es auch der richtige Kontext, sind es die richtigen Kunden?

Tipp 2: Höre deinem Kunden zu – und das fortwährend!

Wenn du schon ein Webinar von mir besucht oder den Podcast gehört hast, wirst du wahrscheinlich wissen, worauf ich jetzt hinaus will. Lerne deine Website-Besucher durch Zuhören kennen.

Du hast mit deinem Business vermutlich eine ganz eigene Vorstellung davon, was dein Kunde braucht. Du bist sehr lösungsorientiert, weil du ja weißt, dass du deinem Kunden helfen kannst. Am anderen Bildschirm sitzt aber meist ein Kunde, der noch keine klare Idee davon hat, dass es eine Lösung gibt und wie diese für ihn aussehen könnte. Er hat in diesem Moment oft nur das Bewusstsein: “Ich habe eine Frage/ein Problem und jetzt suche ich nach Antworten im Internet”. Frage dich, welche Absicht hinter der Suche deines Idealkunden steckt. Wie vorinformiert ist er, wenn er auf deine Website kommt?

Möchtest du mehr zum Thema „Suchintentionen“ erfahren, dann schau einmal in den Beitrag „Kunden online gewinnen – Wie du erkennst welche Inhalte dein Kunde auf deiner Website sucht.“.

Mir fällt immer wieder auf, dass es Seiten gibt, die entweder zu wenig Inhalte oder zu viele Informationen haben. In beiden Fällen ist es wichtig, genau zu analysieren, ob das richtige Maß an Information vorhanden ist. Führe dir deine Zielkunden vor Augen und frage Dich: Welche Wünsche, Bedürfnisse und Fragen hatten sie tatsächlich bei der ersten Kontaktaufnahme? Bitte habe den Mut zur Reduktion. Denn das Schema „Ich liefere dir, lieber Kunde, alle Informationen, die du hier bei mir bekommen kannst und du suchst dir das Beste raus“, wird nicht funktionieren.

Hierzu reicht einfach schon ein Blick auf dich selbst. Wie agierst du selbst im Internet? Wie gerne liest du viel Text? Insbesondere jene Texte, bei denen du das Gefühl hast, dass du dir die Antwort auf deine Frage mühsam heraussuchen musst.

Also, bitte höre zu und setze diese Information online immer ins Verhältnis mit dem tatsächlichen Kundenbedürfnis. Und das ist schon der nächste Schritt, um deine Website wirklich optimal auf die Idealkunden abzustimmen. Der Kunde erhält alle Antworten, davon nicht zu viel und nicht zu wenig, einfach ein gutes Mittelmaß.

 

Tipp 3: Achte darauf, dass dein Content hochwertig ist.

Liefere lieber weniger Inhalte, dafür aber mit absoluter Qualität! Hier möchte ich konkret erneut auf das Thema “Blogbeiträge” eingehen. Google mag es zwar besonders gern, wenn etwas auf deiner Website passiert und du regelmäßig Blogbeiträge veröffentlichst, es geht jedoch nicht darum, dies jeden Monat zu tun. Google bevorzugt es, wenn qualitativ hochwertige Beiträge online sind.

 

Veröffentliche keine Blogbeiträge ohne wirklichen Mehrwert oder Informationsgehalt, nur, damit du etwas publizierst. Deine Nutzer werden dich nach kurzer Zeit abstrafen, weil sie deine Seite nicht als hilfreich empfinden, dadurch schnell wieder abspringen und nicht zurückkehren. Derart negative Nutzersignale können ein gutes Ranking deiner Website verhindern. Liefere also lieber wenige, dafür aber qualitativ auf den Punkt gebrachte Blogbeiträge.

 

Tipp 4: Fokussiere dich auf das Ziel deiner Website.

Was möchtest du mit deiner Website erreichen? Setze von vornherein deinen Fokus auf das Ziel deiner Website. Oftmals erlebe ich, dass Kunden meinen, ihre Website sei “nur eine digitale Visitenkarte”, mit der sie online gut präsent sind. Auf der einen Seite ist das ein sinnvoller Ansatz. Auf der anderen Seite kostet die Erstellung einer Website und deren Inhalte viel Zeit und in aller Regel auch Geld. Daher sollte sich diese Investition lohnen. Klar definierte Ziele helfen dir bei der Einschätzung, ob sich diese Investition lohnt.

Ziele können zum Beispiel sein: 

  • Positionierung als Experte
  • pro Woche vier Anfragen für ein Kennenlern- oder Strategiegespräch erhalten
  • eine bestimmte Anzahl an Anrufen
  • eine Mindestanzahl an ausgefüllten Kontaktformularen

Was kann deine Website alles erreichen? In diesem Beitrag findest du „3 Ideen, um das Potential deiner Website voll auszuschöpfen“. 

 

Tipp 5: Eigne dir SEO Basis Wissen an.

Lerne, wie Suchmaschinenoptimierung grundlegend funktioniert. Du solltest verstehen, wie die Suchmaschine funktioniert und das Online-Verhalten der Menschen kennen.

Frage dich für optimale Nutzerführung und Inhalte beispielsweise: 

  • Welche Inhalte sind wertvoll für meinen Idealkunden?
  • Was braucht mein Kunde, um intuitiv durch eine Website zu surfen? (Sodass er sich auf meiner Seite wohl fühlt und er nicht ständig überlegen müssen, was als Nächstes tun muss)
  • Wie findest du selbst heraus, was deine Kunden an Informationen brauchen und wollen?

Es geht nicht darum, lange Texte zu erstellen und eine gewisse Keyworddichte zu haben. Deine Texte müssen das liefern, wonach dein Kunde sucht. Das können durchaus auch kleinere Beiträge sein.

Für Suchmaschinen gibt es keine Standard-Mindest-Wortanzahl und keine fixe Keyworddichte, die du haben musst. 

Viel wichtiger ist, dass du bei deinen Texten darauf achtest, diese in Kundensprache zu formulieren. Nicht in Fachsprache, sondern wirklich mit den Wörtern, mit denen dein Kunde sucht. 

Außerdem solltest du wissen, wie du den Erfolg messen und kontrollieren kannst. Suchmaschinenoptimierung ist keine kurzfristige Angelegenheit, sondern ein langfristiges Projekt und entsprechend langfristig in der Wirkung. Wie auch in anderen Bereichen gibt es Auf und Ab’s, Höhen und Tiefen. 

Mit passenden Kanälen wie zum Beispiel Social Media kannst du die Suchmaschinenoptimierung ergänzen und unterstützen.

Zum Schluss möchte ich noch auf die Frage eingehen, ob es tatsächlich sinnvoll und zielführend ist, SEO selbst zu machen?

 

 

SEO selbst machen – ja oder nein?

Hast du ein sehr nischiges Angebot, wo du nicht so viel Wettbewerb hast? Dann hast du eine gute Voraussetzung dafür, die Suchmaschinenoptimierung selbst in die Hand zu nehmen.

Hast du die Affinität, Zeit und Ressourcen und vielleicht bereits ein kleines Team, um dich mit Suchmaschinenoptimierung auseinanderzusetzen? Dann würde ich dir die SEO-Grundlagen auf jeden Fall empfehlen. 

Sammle Suchbegriffe in Kundensprache, definiere deinen Idealkunden und setze dir Ziele für deine Website. Diese Informationen benötigt ein SEO-Experte übrigens ebenfalls, um dich gut unterstützen zu können. Daher hilft dir die Suchmaschinenoptimierung nebenbei auch dabei, einen klaren Blick und Fokus zu bekommen.

Wann solltest du SEO zu delegieren?

Wann macht es Sinn, die SEO-Arbeit zu delegieren?

Wenn du merkst, dass dich das Thema stresst und du keine Zeit für Suchmaschinenoptimierung hast. Denke in diesem Fall darüber nach, ob du dir entweder von einer virtuellen Assistentin Unterstützung holen möchtest oder du einen Mitarbeiter/Mitarbeiterin im Basiswissen der Suchmaschinenoptimierung schulen lässt, um die Arbeiten entsprechend zu delegieren. Oder du beauftragst einen SEO-Experten.

Wenn du das Gefühl hast, keine Idee mehr zu haben, was du noch verbessern könntest, ist ein SEO-Experte ratsam. Warst du schon erfolgreich mit Suchmaschinenoptimierung, aber es stagniert jetzt? Dann hole dir einen SEO-Profi zur Unterstützung. Seine Erfahrungen und der „Blick von außen“ können dir neue und effektivere Wege zeigen.

Wir SEOs beschäftigen uns tagtäglich mit nichts anderem als Suchmaschinenoptimierung und können aus unseren Erfahrungen mit anderen Projekten schöpfen. Unser Know-how zum Thema SEO ist natürlich kontinuierlich „up to date“.

 

Fazit:

Auf den Punkt gebracht, möchte ich dir mitgeben, dass du Suchmaschinenoptimierung auf alle Fälle selbst starten kannst.

Ausschließen würde ich die technische Dinge. Wenn Du nicht genau weißt, was du tust und du keine Affinität zum Programmieren, zur Technik und zu HTML-Codes hast, überlasse das den Programmierern, Webmastern und Experten.

Die wesentliche Maßnahmenpalette bei SEO ist die inhaltliche Gestaltung, die du selbst in die Hand nehmen kannst. Achte darauf, die Inhalte und die Website-Struktur perfekt zu gestalten. 

Wenn du eine authentische Website hast, grundlegend ehrlich und transparent kommunizierst, dich als Experte/Expertin präsentierst und deine Kommunikation einfach und direkt auf deinen Kunden abgestimmt gestaltest, dann hast du die grundlegenden Dinge der Suchmaschinenoptimierung bereits in Angriff genommen. Und das geht auf alle Fälle jederzeit selbst.

 

Hast du noch Fragen zum Thema „Suchmaschinenoptimierung selber machen oder auch nicht“, sende mir gerne eine Nachricht an kontakt@manuela-kind.de oder hinterlasse einen Kommentar.

Hab viel Erfolg und vor allem Spass bei der SEO-Arbeit!

Manuela.

Kostenfreies Strategiegespräch

Du bekommst meine SEO-Einschätzung zu deiner Website. Wir lernen uns kennen und ich zeige dir, was wir gemeinsam erreichen können.

Wenn du magst, dann teile gern diesen Beitrag.